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Tauchen in Istrien (Kroatien)

Die istrische Halbinsel lockt mit einsamen Landstrichen, karibisch blauem Meer, historischen Bauten und einer abwechslungsreichen Küche.

Istrien - Fotoquelle: fotolia ($)Istrien ist die größte Halbinsel der nördlichen Adria (zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner-Bucht vor Rijeka) und zugleich die westlichste Region Kroatiens. Ihr wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt ist die 80.000 Einwohner zählende Stadt Pula im Süden. Weitere wichtige Tourismuszentren Istriens sind Umag, Novigrad, Poreč, Funtana, Vrsar, Rovinj, Medulin, Rabac, Labin und Opatija.   

Kroatien galt noch vor wenigen Jahren als Geheimtipp und bestimmt gibt es auch heute noch genügend einsame Landstriche abseits größerer Touristenströme. Aber immer mehr Urlauber – und auch Taucher – wissen dieses Land südlich von Österreich zu schätzen. Kein Wunder, beträgt die Strecke von Wien nach Pula nur etwa 580 km, also knappe 7 Stunden Fahrzeit mit dem Auto. Ideal für ein verlängertes Wochenende! Zudem hat die istrische Halbinsel neben etlichen interessanten Baudenkmälern im Landesinneren über 500 Kilometer Küste und ein geradezu karibisches blaues Meer zu bieten. Auch die kroatische Küche kann sich sehen lassen, überrascht sie doch mit einer enormen Vielfalt und Einflüssen aus diversen Nachbarländern, vor allem der Mittelmeerregion. 

Tauchsport

Aufgrund des angenehmen Klimas ist Tauchen in Istrien eigentlich das ganze Jahr über möglich – vor allem aber in den Monaten von Mai bis November. Die Wassertemperatur liegt ungefähr zwischen 11°C im März (der kälteste Monat des Jahres) und 24°C im August.

Viele schöne Tauchplätze rund um die Halbinsel befinden sich in unmittelbarer Küstennähe und sind auch ohne Boot gut zu erreichen. Außerdem bietet der Küstenabschnitt eine Menge herrlicher Schnorchelplätze für all jene, die (noch) keinen Tauchschein besitzen!
Wagt man sich jedoch hinaus aufs offene Meer, wird man nicht nur mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt belohnt, sondern auch mit Unterwasserwänden, Riffen, Höhlen, Schiffswracks, Canyons und Tunnelsystemen. Es sollte also für jede/n etwas dabei sein. Interessant ist vielleicht auch, dass in den 26 Tauchbasen Istriens sowohl Ausbildungen absolviert und spezielle Tauchgänge gebucht werden können, als auch ein Ausrüstungsverleih stattfindet. In Pula gibt es zudem eine spezielle Meeresschule und eine Überdruckkammer.

Wracktauchen

In der nördlichen Adria ist die Wrackdichte besonders hoch, denn die gesamte Region war früher Schauplatz mehrerer Seeschlachten und im Laufe der Jahrhunderte auch eine wichtige Handelsroute. Der Großteil der Schiffswracks liegt um die Südspitze Istriens herum, wobei die "Baron Gautsch" wohl einer der berühmtesten Tauchplätze des gesamten Mittelmeeres sein dürfte! Das österreichische Passagierschiff wurde im Jahr 1908 erbaut und ist bereits 1914 gesunken, als es ein Stück außerhalb der Hafenstadt Rovinj eine Mine berührte. Das 89 m lange Wrack befindet sich heute auf einer Tiefe zwischen 28 und 39 Meter.

Tauchgenehmigung

Die erforderliche Genehmigung ist über den Kroatischen Taucherverband HRS im Namen des Ministeriums für Meer, Verkehr und Infrastruktur erhältlich; sie ist ein Jahr lang gültig. Für selbständige Unterwasseraktivitäten muss man sich eine Tauchgenehmigung vom Hafenamt besorgen, welche 2.400 Kuna (umgerechnet ca. 335 €) kostet und ebenfalls 1 Jahr gültig ist. Für touristisches Tauchen in registrierten Taucherzentren ist keine individuelle Taucherlaubnis nötig.

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Ein Artikel von Mag. Birgit Mair


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