
Mexico - City ist eine Stadt der Gegensätze. Hier findet man Wolkenkratzer, Paläste aus der Kolonialzeit und auf den Straßen Lärm und Autoabgase, traumhafte Alleen und Parkanlagen.
In Mexiko Stadt leben über 20 Millionen Menschen, die täglich dafür sorgen, daß in der Stadt rund um die Uhr Trubel herrscht. Die Menschen haben indianischen und Europäischen Ursprung und vermischen sich in der Rasse. Über 80 Prozent sind Mestizen und nur knapp 5 Prozent sind Mexikaner. Über 60 Prozent der Bevölkerung, sind Jugendliche. Etwa 70 Prozent der Menschen leben in Armut. Nicht mal die Hälfte der Mexikaner in Mexiko Stadt beenden die Schule oder fangen eine Ausbildung an. Die Oberschicht dagegen führt ein angenehmes Leben. Dies macht aber nur 5 Prozent der Bevölkerung aus. Sie beenden die Schule, gehen guter Arbeit nach und in ihrer Freizeit widmen sie sich dem Sport.
An Wochenenden findet man viele in Bars oder in einer Disco, oder sie gehen in Einkaufzentren, um hier die Zeit zu verbringen.
Die Mexikaner lieben es zu feiern, sich zu unterhalten und zu lachen. Das Volk ist sehr lebensfroh, gastfreundlich und herzlich. Darüber hinaus sind sie sehr temperamentvoll.- Die Kinder werden sehr streng erzogen, da es ein religiöses Volk ist, aber die Geburtenrate bei den Jungen Menschen ist sehr hoch. Etwa 90 Prozent der Bevölkerung ist katholisch und nur 7 Prozent haben den protestantischen Glauben. Die Religion ist das Fundament in der Familie in Mexiko. Mehr Infos zum Land gibt's hier.
Die Vergangenheit des Landes spiegelt sich auch in der Kultur wieder. Die Einflüsse aus der Kolonialzeit der Spanier und der westlichen Welt von Heute, spielen eine große Rolle und ist sehr prägend auf die Kultur. Spanisch wird überall im Land gesprochen. Die typisch mexikanische Musik und die Kunst gehören sehr stark zur Kultur des Landes. Der Mariachis ist die bekannteste Volksmusik. Hierzu werden Trachten getragen und die Musik wird hauptsächlich bei Hochzeiten und anderen Festen gespielt. eine Gruppe, die die Mariachimusik spielt, besteht aus Gitarre, Geige, Trompeten und vielen Sängern.
Zur Kultur von Mexiko gehören auch die Dichter des Landes, wo der Dichter Octavio Paz 1990 sogar einen Nobelpreis, für einen seiner Romane, bekam.
Der Zocalo ist der Zentrale Platz in Mexiko. Hier steht die Größe Kathedrale in ganz Lateinamerika und hier finden die meisten Feste statt. Der Nationalpalast und der Präsidentenpalast, stehen östlich des Platzes. Wer ein wenig sich für die Geschichte interessiert, wird hier im Inneren eine große Wandmalerei vorfinden. Sie zeigt die Geschichte des Volkes und den Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit.
Ein wahrer Besucheranziehungspunkt, sind die Ruinen des Groß-Tempels der Azteken. Dieser Tempel wurde von den Spaniern zerstört um hier eine Kathedrale zu errichten und man findet heutzutage von dem Tempel nur noch Überreste. Viele Aztelenschätze findet man im angrenzendem Museum, die man bestaunen kann.
Im Zentrum von Mexiko Stadt befindet sich das historische Stadtzentrum, welches noch bedeutende Bauwerke aus der Spanischen und vor allem aus der national revolutionären Zeit besitzt. Darunter ist die Kirche von San Francisco und der Palast von Iturbideaus. Dieses wurde im 18. Jahrhundert errichtet.
Ein unbedingtes Muss, ist ein Besuch des Restaurants Sanborns. Die Preise sind sehr human und das Ambiente ist faszinierend. Der Innenhof des Casa Azulejos, das Haus der Fliesen, ist ein wahrer Hingucker. Hier gibt es bevorzugt mexikanische Küche mit gutem Service.
Wer ein wenig von den Einwohnern erleben möchte, sollte in den Alameda Park gehen. Hier treffen sich viele Liebespaare, aber auch Straßenkünstler und Schlangenbeschwörer. Im Sommer kann man hier vielen Freiluftkonzerten beiwohnen.
Ein weiteres Highlight in der Stadt ist der Platz der drei Kulturen. Hier finden sich Aztekische Ruinen, eine Kolonialkirche der Spanier und moderne Wolkenkratzer in unmittelbarer Nähe. Der Platz hat traurige Berühmtheit im Jahr 1968 erreicht, als hier Hunderte von Studenten, bei einem Massaker, ums Leben kamen.
Der Stadtteil Zona Rosa darf auf keiner Reise fehlen. Hier gibt es, in der Prachtstraße von Mexico- City, viele Boutiquen, Nachtlokale, Hotels, Feinschmecker - Restaurants und Fast - Food - Lokale. Man kann dieses Vergnügungsviertel mit der Hamburger Reeperbahn und der Düsseldorfer Altstadt vergleichen.
Die Universität von der Stadt, ist nicht mit den europäischen zu vergleichen. Sie ist eine umfassende kulturelle und gesellschaftliche Institution. Die Gebäude sind sehr schön anzusehen, sie haben zum Teil wunderschöne Wandmalereien und Mosaiken. Diese stammen von den größten Künstlern aus Mexiko.
Wer einen Tagesausflug plant, sollte die Pyramiden von Teotihuacan besuchen. Diese liegen ungefähr 60 Kilometer vor Mexiko Stadt. Hier erlebt man, in den Ruinen von Teotihuacan, einen Hauch von der Kultur von Mexiko. Für ein Wochenendtrip empfiehlt es sich, nach Toluca oder Valle de Bravo zu fahren. In der Stadt Toluca, finden sich viele Schätze an Plätzen, Museen und Märkten. Hier gibt es den größten Markt in ganz Mexiko. Der immer schneebedeckte Nevado de Toluca, ist immer eine Reise hierher wert. In Valle de Bravo sieht man einen traumhaften See und die Berge. Hier empfiehlt es sich, ein Ferienhaus zu buchen, da es wenig gute Hotels vor Ort gibt.
Hotels findet man sehr viele und das für jeden Geldbeutel. Angefangen bei zwei Sterne Hotels bis hin zu der Luxusvariante mit fünf Sternen, ist alles vertreten.
In zentraler Lage befindet sich das Hotel Imperial Reforma. Dieses Gebäude stammt aus dem Jahr 1896 und ist von Außen schon ein Prachtstück. Es ist ein Fünf Sterne Hotel mit Zimmern die im französischem Stil ausgestattet sind. Es besitzt ein Restaurant und eine Bar mit Coffee Shop. Sprachlich wird man hier nicht viele Probleme haben, da das Personal viele Sprachen spricht. Das Hotel befindet sich in der Nähe des Finanzzentrums und von hier aus kann man gute Einkaufsmöglichkeiten erreichen und ist unweit des berühmten Stadtteils Zona Rosa entfernt.
Ein weiteres Hotel mit fünf Sternen ist das NH Mexico - City Hotel. Dies liegt ebenfalls in der Nähe von Zona Rosa und von hier aus kann man viele Sehenswürdigkeiten bewundern. Die Küche ist international und glänzt mir einem Frühstücks - Mittags- und Abendessen im Hotel eigenen Restaurant.
Wer ein wenig auf sein Geld achten muss, sollte das Premier Hotel mit drei Sternen wählen. Hier gibt es ein sehr gutes Preis- Leistung- Verhältnis und das Hotel liegt direkt im Stadtzentrum. Von hier aus kommen sie gut zu den ausgewählten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Durch die hohe Kriminalität und den großen Unterschied zwischen Arm und Reich, sollte man sehr gut auf sein Gepäck achten. Einige Stadtteile sollten daher komplett gemieden werden, da es hier sehr oft zu Übergriffen gegen Touristen kommt. Meistens sind es normale Überfälle, ohne Gewaltanwendung. Aber man sollte solchen Situationen am besten von Anfang an aus dem Weg gehen. Die Hygiene lässt in vielen Teilen zu wünschen übrig, so sollte man das Leitungswasser nicht trinken und Lebensmittel auf der Strasse nicht erwerben. Teilweise können diese mit Krankheitskeimen verseucht sein. Gerade die östlichen Vororte, wo sich die Slums ausbreiten und die Müllberge immer weiter wachsen, sollte man meiden. Hier leben die bekannten Pepenadores, welche im Müll suchen und aus der untersten Sozialschicht stammen. Abends sollte man grundsätzlich nicht zu Fuß auf die Strasse gehen. Auch wenn das nächste Restaurant oder die nächste Bar nur fünf Minuten entfernt liegt, sollte man auf das Auto nicht verzichten. Es ist auf den Strassen in den Abend- und Nachtstunden einfach zu gefährlich und man läuft Gefahr ausgeraubt zu werden. Schmuck und Uhren sollten am besten gar nicht getragen werden und im Hotel Safe lagern, während man seine Ausflüge unternimmt.
In der Geschichte von Mexiko Stadt ist vor allem die Geschichte der Azteken und Maya sehr faszinierend. Die Region um Mexiko Stadt ist bereits seit der altertümlichen Zeit stark besiedelt. Vor 300 Jahren waren hier noch, um den Texcoco - See, viele Seen, die sich da erstreckten, wo heute die Hauptstadt steht. Im Jahre 1521, wurde die Stadt von den Spaniern völlig zerstört und nur ein Jahr später wurde die neue Stadt, Mexiko- Stadt, errichtet. Die Seen waren ausgetrocknet und um 1800 war die Region bereits mit Grünflächen und Neuansiedlungen überzogen. Ein Jahrhundert später trocknete der Ostteil des Sees aus und schaffte so weiteren Platz für Ansiedlungen. Erst als der Diktator Porfirio herrschte, wurde die Stadt weiter ausgedehnt. Die Gemeinden San Ángel, Mixcoac und Tacubaya entstanden um 1920. In den 50iger Jahren begann das Universitätsviertel zu wachsen und 1968 wurde Mexiko Stadt, für die Olympischen Spiele Austragungsort. Ab 1950 wuchs die Stadt enorm an, wobei im Norden sehr große Arbeiterviertel entstanden und in Vallejo ein Industriepark errichtet wurde. Die Stadt wuchs auch Dank der angrenzenden Gemeinden. Die Stadt erfuhr einen herben Rückschlag, als 1985 ein gewaltiges Erdbeben, 20.000 Menschen das leben nahm. Das die Zahl so groß war bei den Verlusten, lag wohl mit unter daran, das die Bauten den Naturgewalten nicht gewachsen waren und die Bauten ansich sehr mangelhaft errichtet wurden. Seit der Wirtschaftskrise herrscht in der Stadt, vor allen in weiten Flächen des Bundesdistriktes, eine hohe Kriminalität und Korruption. In der Stadt sind einzelne Stadtteile sehr verarmt und die sozialen Spannungen steigen enorm. In Neubaugebieten wird man eher Festungen vorfinden, da sich die Bewohner nur so vor der Gewalt schützen können.
Mexiko Stadt ist in jedem Fall eine Reise wert. Die Stadt ansich ist, schon allein durch die Größe und den vielen Autoabgasen, gewöhnungsbedürftig. Deutsche Großstädte sind gegenüber Mexico- City, Dörfer. Die Stadt ist eine traumhafte Metropole, sehr chaotisch und faszinierend zugleich. Die Stadt hat viele Sehenswürdigkeiten und ein Aufenthalt in dieser Stadt wird man nicht so schnell vergessen.
Ein Artikel von "michidavinca"